Feine Lage.
Starke Charaktere.

Von den sonnenverwöhnten Hängen am Bodensee bis zu den terrassierten Steillagen im Rheintal und Walgau: Vorarlbergs Winzerinnen und Winzer bewirtschaften mit Leidenschaft einzigartige Weinlagen mit Charakter und Herkunft.

Weinbaugebiete in Vorarlberg

Rebsorten in Vorarlberg

Welche Rebsorten gedeihen in Vorarlberg?

Klima, Lage und Boden prägen den Weinbau und bestimmen mit, welche Sorten hier ihren Platz finden. Auf dieser Seite stellen wir nach und nach Rebsorten vor, die in Vorarlberg angebaut werden, mit Wissenswertem zu Herkunft, Eigenschaften und Charakter. Den Anfang macht der Chardonnay, eine der bekanntesten Weißweinsorten der Welt, die auch in Vorarlberg kultiviert wird.

Chardonnay - Edle Weinrebe (Vitis vinifera)

Kreuzung aus Gounais Blanc (= Heunisch) x Pinot noir.
Herkunft: Frankreich, Burgund. Bekannt seit 1685.

Eine weltweit verbreitete Weißweinsorte mit einem hohen Qualitätspotential und Bekanntheitsgrad. Dies ist nicht allein auf ihre geschmacklichen Qualitäten zurückzuführen, sondern auch auf die gute Anpassungsfähigkeit der Rebsorte an verschiedene Standortgegebenheiten. Sie bringt auf unterschiedlichsten Standorten der Welt ansprechende Weinqualitäten. Als Ursprungsgebiet gilt heute das Burgund. Chardonnay ist mäßig anfällig gegen echten und falschen Mehltau, aber anfällig gegen Grauschimmel und Phytoplasmabefall. Ein Phytoplasmenbefall führt zu Vergilbungskrankheiten wie die Goldgelbe Vergilbung oder Schwarzholzkrankheit.

Der Wein zeichnet sich vor allem durch Körperreichtum (hoher Extraktgehalt) aus.

Weltweit waren 2016 ca. 202.000 ha Rebfläche mit Chardonnay bestockt.
Damit liegt die Sorte in der Rangliste der meist angebauten Rebsorten auf Platz 5 (2016).

Diese Sammlung wächst laufend.
Weitere in Vorarlberg angebaute Rebsorten und ihre Besonderheiten stellen wir hier nach und nach vor.

Nahaufnahme von dunklen Weintrauben mit Wassertröpfchen auf ihrer Oberfläche.

Die Rebe im Jahreslauf

Vom Rebschnitt im Winter bis zur Lese im Herbst:
ein Weinjahr in vier Schritten.

Winterliche Weinreben im Vordergrund, Schnee bedeckt, im Hintergrund ein verschneites Wohngebiet mit Häusern und einem nebligen Himmel.

Die Rebe im Winter

In der Vegetationsruhe zwischen Dezember und Anfang März erfolgt der Winterschnitt: Das Rebholz des Vorjahres wird je nach Anbaumethode bis auf ein bis zwei Fruchtruten zurückgeschnitten.

Gegen Ende des Winters werden diese Fruchtruten an den untersten Draht des Drahtgerüsts gebunden.

Weinreben mit jungen Trieben und Blüten, im Hintergrund eine Landschaft mit Hügeln und Häusern, bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang.

Die Rebe im Frühling

Die Knospen schwellen an, die Reben treiben aus, nach wenigen Wochen sind die Gescheine sichtbar. Spätfröste bis Mitte Mai („Eisheilige") sind gefürchtet.

Gezielte Bodenpflege erhält die Bodenfruchtbarkeit und beugt Erosion vor. Überzählige oder schadhafte Jungtriebe werden für die Qualitätsproduktion ausgebrochen.

Grüne Weintrauben und Blätter in Sonnenlicht

Die Rebe im Sommer

Zur Sommersonnenwende beginnt die Rebblüte – Reben sind Selbstbestäuber. Bei der Laubarbeit werden die schnell wachsenden Triebe eingeschlauft, die Traubenzone wird von den Blättern freigestellt, damit die Trauben optimal vom Sonnenlicht profitieren.

Beim Wipfeln werden die Triebe auf eine bestimmte Höhe geschnitten, um die Nährstoffversorgung der Trauben zu sichern.

Winzer hält ein Refraktometer, um den Zuckergehalt der Weintraube zu messen, vor grüner Natur.

Die Rebe im Herbst

Mit Farbumschlag und Weichwerden der Beeren beginnt die Traubenreife: An sonnigen Tagen steigt der Zuckergehalt um 1 bis 2° Oechsle, während die Fruchtsäure zurückgeht. Laufende Messungen entscheiden über den Erntezeitpunkt.

Bei der Weinlese werden die Trauben von Hand gelesen, in kleinen Kisten transportiert und im Keller gerebelt und eingemaischt.